Strafrecht

Steuerstrafrecht

Für den Vorsatz zur Steuerhinterziehung ist ausreichend, dass der Täter es für möglich hält, dass er die Finanzbehörde über steuerlich erhebliche Tatsachen in Unkenntnis lässt und dass durch sein Verhalten Steuern verkürzt oder nicht gerechtfertigte Vorteile erlangt werden.

 

Wegen Steuerhinterziehung macht sich strafbar, wer über steuerlich erhebliche Tatsachen pflichtwidrig unvollständige oder unrichtige Angaben macht oder die Finanzbehörden über solche pflichtwidrig in Unkenntnis lässt (§370 Abs. 1 Nr. 1 und 2 AO). Ausgangspunkt einer jeden Steuerhinterziehung ist also die Abgabe einer falschen oder unvollständigen Steuererklärung oder das pflichtwidrige Unterlassen einer solchen. Was erheblich und was pflichtwidrig ist, ergibt sich aus den einzelnen Vorschriften des besonderen Steuerrechts wie etwa dem Einkommensteuergesetz (EStG) oder dem Umsatzsteuergesetz (UStG).

 

Und schließlich birgt das Steuerstrafverfahren enorme Risiken für den Beschuldigten, denn der Vorwurf der Steuerhinterziehung führt häufig nicht “nur” zu einer Bestrafung, sondern kann auch Auswirkungen auf das Besteuerungsverfahren haben – so z. B. über Haftungsbescheide nach §71 AO oder über die im Rahmen einer tatsächlichen Verständigung getroffenen Absprachen. Hier drohen erhebliche wirtschaftliche Konsequenzen für den Mandanten.

 

Als Strafverteidiger sind die Rechtsanwälte der Kanzlei Hantschel & Wollny auf das Steuerstrafrecht spezialisiert.

Ziel der Tätigkeit der Kanzlei ist es stets, das Verfahren zügig und für die Mandanten so günstig wie möglich zu Ende zu bringen. Im Vorfeld eines Steuerstrafverfahrens umfasst die Beratung und Vertretung insbesondere die strafbefreiende Selbstanzeige.